Veröffentlichungen 2008 - Chlauseslä Unterägeri - Brauchtum im Ägerital

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Veröffentlichungen Chlauseslä 2008

Folgende Veröffentlichungen sind hier zu finden:




Das Chlauseslä wächst mit dem Dorf


Wie das Unterägerer Dorf, wächst auch die Teilnehmerzahl am Chlauseslä. Ab dem diesjährigen Chlauseslä vom Freitag, 5. Dezember, werden nun neu sechs Chlauseselrottä diesen einzigartigen Brauch im Dorf weiterpflegen und wach halten. Dank grosszügigen Spenden ist der Aufbau einer weiteren Rottä möglich geworden.

Unterägeri wächst
Unterägeri ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Das Chlauseslä kann sich dieser Entwicklung nicht verschliessen, wenn der Brauch nicht zu einer Randerscheinung absinken will. Für neu Zugezogene ist das vorweihnächtliche Treiben in dieser Form meist fremd. Darum wird von verschiedenen Seiten immer wieder über den Brauch informiert.

Für uns von Chlauseslä Unterägeri ist der Einbezug der Jugend in den Brauch besonders wichtig. Gerade mit dem Chlauseslä, kombiniert mit unserer wohltätigen Ausrichtung, geben wir unseren Jungen Ideale und Identität, für die es sich einzusetzen lohnt. Darum wollen wir mit unseren Rottä möglichst viele Kinder aus Unterägeri erreichen, um sie schon früh in den Bann dieses einzigartigen Brauches zu ziehen. Durch das rasante Wachstum der Gemeinde wurde es für unsere fünf Rottä in den letzten Jahren immer schwieriger, das Chlauseslä in alle Quartiere des Dorfes zu tragen. Dies lässt nicht nur enttäuschte Kinder in den entsprechenden Quartieren zurück, sondern bringt auch eine gewisse Hektik in die einzelnen Rottä.

Chlauseselrottä mit Samichlaus und Schmutzli

Die Zeit ist reif
Die Zeit für eine zusätzliche Chlauseselrottä ist daher reif. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass genügend freiwillige Helfer für eine weitere Rottä vorhanden wären. Dank der Unterstützung der Schule Unterägeri melden sich jeweils eine stattliche Zahl von Oberstufenschülern an. Dies hat uns dazu bewogen, auf das diesjährige Chlauseslä am Freitag, 5. Dezember, unsere Pläne in die Tat umzusetzen.

Samichlaus und Schmutzli verteilen Gaben
Rottä auf dem Dorfplatz

Damit die neue Rottä den Brauch im althergebrachten Rahmen weiterführen kann, ist vor allem zusätzliche Ausrüstung nötig. Dies umfasst eine lange Liste von Utensilien, angefangen von Chlaus- und Schmutzli-Gewändern, bis hin zu Geislä und Triichlä. Verschiedene private und öffentliche Organisationen mit gemeinnützigem oder kulturellem Engagement haben sich bereit erklärt, uns zu diesem Zweck finanziell zu unterstützen. Damit können wir unseren Grundsätzen treu bleiben und alle während dem Chlauseslä gesammelten Spendengelder weiterhin vollumfänglich an wohltätige Projekte im In- und Ausland weiterleiten.

Rolf Iten, Ägeritaler IV / 2008


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Samichlaus - Vorweihnachtliches Brauchtum

Jeweils am 5. Dezember (am Vorabend von St. Nikolaus) pflegen junge Leute aus dem Ägerital einen langjährigen Brauch.


Am Nachmittag sind Kinder in Grüppchen mit ihrem Chlausesel und einer Glocke von Haus zu Haus unterwegs. Sie rufen "holi holi hüü, dä Chlaus isch doo". Sie erbitten sich damit eine kleine Gabe (z.B. in Form von Naturalien wie Mandarinen, Lebkuchen, Schokolade…). Detaillierte Informationen zum Chlauseslä finden Sie auf der Internetseite www.chlauseslae.ch
.

Am späteren Abend ziehen dann verschiedene Rotten (umfasst den Samichlaus mit seinen Schmutzli, Iffälä-Träger, Triichler, Kuhhornbläser und Chlauseselträger) gemeinsam auf den Dorfplatz.

Eine Iffälä ist eine leuchtend-farbige, prächtige und übergrosse Bischofsmitra (auch Inful genannt). Inful, lateinisch infula, bezeichnet ursprünglich eine breit oder turbanartig um die Stirn gelegte Wollbinde, die mit Hilfe der vitta (einer Binde), deren Enden im Nacken herunterhingen, befestigt wurde. Getragen wurde sie hauptsächlich von den Vollziehenden bei sakralen Zeremonien römischer heidnischer Kulte. Als lateinische Übersetzung des gleichbedeutenden griechischen Worts mitra wird das Wort seit dem Hochmittelalter im Abendland neben Mitra zur Bezeichnung der Bischofsmütze. Eine Iffälä wird aufwändig von Hand gefertigt.

Das Verständnis für unser Brauchtum geht durch Zuzüge aus dem In- und Ausland leider teilweise verloren. Wir freuen uns daher über jede Unterstützung aus der Bevölkerung, unsere schönen Traditionen und Bräuche an unsere Mitbürgerinnen/Mitbürger und Nachbarn weiterzuvermitteln.

Familienbesuch
Bereits einige Wochen vor dem eigentlichen St. Nikolaus Besuch können Eltern einen Meldezettel ausfüllen. Diese liegen in verschiedenen Geschäften in Unterägeri auf. Eine Anmeldung ist auch möglich über http://www.samichlaus-unteraegeri.ch/Besuche.htm.
Wichtig ist, dass die Kinder positiv auf den Besuch des Samichlaus vorbereitet werden. Empfehlenswerte Literatur zur St. Nikolaus Legende finden Sie u.a. in der Gemeindebibliothek Unterägeri.

Einwohnergemeinde Unterägeri, 17. Nov. 2008



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© 2003- by Chlauseslä Unterägeri, Alle Rechte Vorbehalten

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© 2003- by Chlauseslä Unterägeri

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